Pflege und Reinigung von Leder

Um den Wert der Ledermöbel dauerhaft zu erhalten, müssen sie vorsichtig und schonend gepflegt und nach Möglichkeit nur selten gereinigt werden. Zur Lederpflege verwendet man spezielle im Fachhandel erhältliche Lederpflegemittel, die das Leder weich und geschmeidig halten. Vor dem Gebrauch sind sie immer an einer verdeckten Stelle auszuprobieren, um die Reaktion des Leders zu überprüfen. Feinde des Möbelleders sind aggressive Mittel. Deshalb dürfen niemals Fleckenwasser, Lösungsmittel, Terpentin, Schuhcreme oder andere Poliermittel verwendet werden. Ledermöbel dürfen nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sie ausbleichen oder nachdunkeln können. Außerdem benötigt Leder eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, damit es seine Anschmiegsamkeit und seinen angenehmen Griff behält. Deshalb müssen sie auch vor direkter Hitzeeinwirkung geschützt und dürfen nicht direkt vor Heizkörper gestellt werden.

Die Pflege und Reinigung der Möbelleder

enthält die Unterhaltsreinigung, Zwischenreinigung, und Fleckenentfernung.

Die Grundreinigung sollte grundsätzlich einem Reinigungsfachmann überlassen werden.

Unterhalts- und Zwischenreinigung

Lederart

Unterhaltsreinigung

Zwischenreinigung

Glattleder alle Nappalederarten wie

  1. Anilinleder

  2. Semianilinleder

  3. Pigmentierte Leder

sowie

  1. Gedeckte Spaltleder

  2. Blankleder

Staub regelmäßig mit einem weichen Tuch entfernen. Alle 3 bis 6 Monate mit einem Lederpflegemittel für Anilinleder entsprechend der Gebrauchsanweisung pflegen.

Zum Schutz vor Flecken jährlich mit einer Lederimprägnierung nachimprägnieren.

Staub alle 2 bis 3 Monate mit einem weichen Tuch entfernen. Stärkere Anschmutzungen mit einem Lederreiniger für Anilinleder entfernen.

Anschließend mit Lederpflege für Anilinleder entsprechend der Gebrauchsanweisung pflegen und nachimprägnieren.

Rauleder

z. B.

  1. Nubuk

  2. Hunting

  3. Spaltvelours

Regelmäßig mit einem Staubsauger (weiche Bürste) vorsichtig absaugen. Beanspruchte Stellen mit weicher Bürste, Nubuk-Pda oder Schaumstoffschwamm aufrauen. Alle 3 bis 6 Monate mit einem Sprüh-Lederpflegemittel für Rauleder entsprechend der Gebrauchsanweisung pflegen. Zum Schutz vor Flecken jährlich mit einer Raulederimprägnierung nachimprägnieren.

Staub mit einem Staubsauger (weiche Bürste) vorsichtig absaugen.

Stärkere Anschmutzungen mit entsprechend der Gebrauchsanweisung entfernen. Anschließend mit Lederpflege für Rauleder entsprechend der Gebrauchsanweisung pflegen und nachimprägnieren.

 

Pflege und Reinigung von Polsterstoffe

 

In der Welt der Polsterbezüge stehen eine Vielzahl von individuellen Wahlmöglichkeiten zur
Verfügung. Leder oder Stoff? Natur- oder Kunstfaser? Gemustert oder unifarben? Die Liste
liesse sich beliebig lang fortsetzen.
Wichtig ist dabei vor allem, dass man den Bezug für sich wählt, der den persönlichen Ansprüchen
genügt. Damit dies der Fall ist, sollte man neben optisch-ästhetischen Erwägungen
insbesondere wissen, welche besonderen Charakteristika und Pflegeeigenschaften der bevorzugte
Stoff hat.
Wir möchten Sie deshalb auf einen kurzen Streifzug durch die Welt der Polsterstoffe einladen
und hoffen ihnen auf diesem Weg, einige hilfreiche Anregungen geben zu können, damit
sie den für sich am besten geeigneten Bezug finden und mit diesem lange Freude haben
werden.
Um sicherzugehen, dass man mit seinem neuen Polstermöbel lange glücklich ist, sollten bei
der Entscheidung für einen Stoff unbedingt folgende Aspekte bedacht werden:
Pflege: Gibt es im Haushalt Kinder oder Tiere, sollte der Bezug besonders strapazierfähig
und pflegeleicht sein.
Anschmutzverhalten: Gedeckte Farben und Muster bedürfen weniger Pflegeaufwand als
helle Stoffe.
Lichtechtheit: Je grösser die Einstrahlung von Licht, desto schneller bleicht der Stoff aus.
Auch bei Stoffen mit einer hohen Lichtechtheit, ist darauf zu achten, die Polstergarnitur nicht
unmittelbar den Lichtstahlen auszusetzen.
Je nach Herstellungsverfahren und verwendeter Faserart weist ein Stoff bestimmte
Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften auf und erfüllt die an ihn gestellten Anforderungen
mehr oder weniger gut.
Die meisten Stoffe werden gewebt. Unterschieden wird zwischen Flach- und Polgeweben.
Die Struktur des Flachgewebes besteht aus zwei Fadengruppen, die sich rechtwinklig kreuzen.
Dazu zählen auch Brokat, Chenille, Chintz, Damast und Satin. Flachgewebe, insbesondere
aus Naturfasern wie Baumwolle, neigen zur Pillingbildung, das heisst einer leichten
Aufrauung des Stoffes bei der sich einzelne Fasern aus dem Gewebe lösen und zu Kügelchen
verknäueln. Diese lassen sich aber ohne weiteres mit Hilfe eines Fusselgerätes entfernen.
Zu den Polgeweben zählen in erster Linie die Velours- bzw. Florstoffe. Der Pol bzw. Flor
(Natur- oder Kunstfaser) ist dabei V- oder W-artig in das Grundgewebe eingeflochten. Typisch
für diesen Stofftyp ist ein weicher, flauschiger Griff (Samt und Plüsch sind ebenfalls
Florstoffe). Je nach Lage des Flors treten üblicherweise Licht- und Schatteneffekte (Changieren)
und Sitzspiegeleffekte auf (mehr dazu später).
Man produziert Stoffe entweder aus Natur- oder aus Kunstfasern. Naturfasern sind zum Beispiel
Baumwolle, Leinen oder Mohair. Sie sind atmungsaktiv mit einer guten Feuchtigkeitsaufnahme
und hautsympathisch. Generell sind sie allerdings weniger strapazierfähig und
pflegeleicht als Kunstfasern.
Die für Möbelstoffe am meisten verwendeten Synthetikfasern sind Polyester, Polyamid, Polyacryl
und Viskose. Sie sind vor allem so beliebt, weil sie auch hartnäckige Verschmutzungen
und rauere Umgangsformen eher verzeihen als Naturstoffe – häufig jedoch auf Kosten
des angenehmen „Naturfeelings“. Hochwertige Kunstfasern oder Mischfaserstoffe, die beides
vereinen, sind entsprechend nicht billig (zum Beispiel Contra®

Unter der Einwirkung von Licht bleichen Stoffe mehr oder weniger stark aus, wobei Kunstfaser
wiederum eine höhere Lichtechtheit besitzen. Allgemein reagieren hellere Farbtöne weniger
empfindlich auf Licht als dunkle. Bei Möbelstoffen sollte die Lichtechtheit zwischen 3
und 5 liegen.


Damit ihr Bezug lange in Form bleibt und keine Fasern verliert, sollte er möglichst scheuerbeständig
sein. Unsere Bezüge erreichen beim Test der Scheuerbeständigkeit Werte zwischen
20.000 und 65.000 Scheuertouren und sind damit besonders robust und erfüllen eine
wesentliche Voraussetzung, dass ihr Sofa über lange Jahre schön bleibt.
Durch den Gebrauch können sich unter Umständen aber trotzdem vereinzelt kleine Faserteilchen
aus der Stoffoberfläche lösen und kleine Knötchen bilden. Dieses Pilling tritt häufiger
bei Flachgeweben als bei Florstoffen auf (s. oben).

Regelmässiges Abbürsten oder -saugen, um Staub zu entfernen, kann dazu beitragen, das Auftreten von Pilling zu verhindern.
Auch Fremdfasern von Kleidungsstücken können sich lösen und sich auf der Polsteroberfläche
absetzen (Fremdpilling). Es gibt jedoch spezielle Pillingrasierer, mit denen man
diese Fasern entfernen kann.
In manchen Fällen können durch die Reibung zwischen Möbelstoff und Kleidung elektrostatische
Aufladungen entstehen. Da Kunstfasern weniger geeignet sind, Feuchtigkeit aufzunehmen,
können sie diese Aufladungen schlechter ableiten als Naturfasern. Es empfiehlt
sich, die Luftfeuchtigkeit im Raum durch regelmässiges Lüften oder einen Luftbefeuchter auf
einem natürlichen Niveau zu halten.
Durch den Einfluss von Druck, Wärme und Feuchtigkeit kann es bei Florstoffen zu mehr oder
weniger starken Druckstellen kommen. Diese als Sitzspiegel oder Gebrauchslüster bezeichnete
Erscheinung ist kein Qualitätsmangel. Mit Hilfe einer weichen Bürste lassen sich
die Fasern wieder aufrichten (zunächst behutsam mit der Hand die Fasern gegen den Strich
aufstellen und anschliessend grossflächig den Bezug in Stichrichtung bürsten).
Ebenfalls kein Qualitätsmangel sind die bei Florstoffen häufig vorkommenden Licht- und
Schatteneffekte. Dieses Changieren resultiert aus dem Zusammenwirken vom Licht und der
wechselnden Stellung der Fasern und ist im Allgemeinen eher ein Zeichen für Qualität und
Wertigkeit des Stoffes.
Ist das Risiko hoch, dass der Stoff stärker verschmutzt werden könnte (u.a. bei Haustieren
oder Kleinkindern), empfiehlt es sich einen Stoff mit zusätzlicher Fleckschutzausrüstung zu
wählen. Durch die Imprägnierung kann Schmutz nicht mehr ins Gewebe eindringen, Flüssigkeiten
perlen an der Oberfläche des Stoffes ab. Die für unsere Stoffe verwendeten Ausrüstungen
sind umweltfreundlich und FCKW-frei.
Da sich Staub und Schmutz auf dem Bezug absetzen können, sollte man das Sofa regelmässig
abbürsten (mit weicher Kleiderbürste) oder absaugen (mit Polsterdüse und geringer
Saugstärke). Staub und Schmutz auf Kunst- und Textilleder lässt sich am besten mit einem
angefeuchteten oder Microfasertuch abwischen.


Bei der Reinigung des Bezugs sind die folgenden Punkte unbedingt zu beachten:


- Bei Flecken bitte zuerst die untenstehende Hinweise zur Behandlung spezieller Fleckenarten
beachten.
- Flecken nie lange einwirken lassen; sofort mit saugfähigem, weissen Tuch abtupfen
- Nicht versuchen, Flecken durch heftiges Reiben zu entfernen; nach Möglichkeit nur
vorsichtig betupfen.
- Flecken vom Rand zur Mitte hin bearbeiten
- Zum Reinigen genügt in der Regel lauwarmes Wasser (35°) oder eine neutrale Seifenlösung
(Shampoo). Es empfiehlt sich, für die Reinigung destilliertes oder Mineralwasser
zu verwenden, um Kalkränder zu vermeiden.
- Andere Reinigungsmittel zunächst an verdeckter Stelle testen. Nur pH-neutrale und
alcalifreie handelsübliche Polsterreinigungsmittel verwenden.
- Das gereinigte Sofa erst wieder benutzen, wenn es vollkommen getrocknet ist. Der
Flor kann nach dem Trocknen mit einer weichen Bürste nochmals aufgebürstet werden -

Beim Einsatz von Trockenreinigern oder Shampoos immer das komplette Möbel säubern.
Das Mittel auf Tuch oder Schwamm auftragen – nie direkt auf den Bezug.
- Eingetrocknete Flecken nicht herauszupfen oder abkratzen.
- Grössere und problematische Verschmutzungen im Zweifelsfall von einem Reinigungsunternehmen
behandeln lassen.
- Insbesondere bei Stoffen aus Naturfasern und Flachgeweben ist bei der Pflege und
Reinigung Umsicht und Behutsamkeit erforderlich.

 

Wasserlösliche Flecken:
Verschmutzung Reinigungsvorschlag:


Spirituosen, Bier, Cola, Fruchtsaft, Limonade,
Kaffee, Tee:

schnellstmöglich abtupfen, nicht trocknen lassen; mit lauwarmer Lösung aus Shampoo und Wasser behandeln


Kakao, Milch, Sahne, Suppen, Majonaise,Kopierstift, Kugelschreiber, Lippenstift, Parfüm,Schuhcreme, Tinte, Erbrochenes:
schnellstmöglich abtupfen; mit lauwarmer Lösung aus Shampoo und Wasser behandeln; gegebenenfalls auch mit Waschbenzin
oder Fleckentferner
 

Blut, Ei, Kot, Urin:
schnellstmöglich abtupfen; mit kaltem Wasser
(evtl. mit Shampoo nachbehandeln), kein heisses Wasser verwenden, da Eiweiss gerinnt


Wasserunlösliche Flecken
Verschmutzung Reinigungsvorschlag:


Butter, Bohnenwachs, Farbe (Lack), Fett, Harz, Kohle, Schuhcreme (Ölware), Kopierstift, Lack, Öl, Teer:
Microfaserstoffe mit lauwarmen Wasser und evtl. neutraler Seifenlösung; andere Stoffe
lassen sich auch mit Waschbenzin oder Spiritus behandeln
 

Kerzenwachs:

kein Bügeleisen verwenden; Wachs zerbröckelnund vorsichtig mit Waschbenzin abtupfen
 

Kaugummi, Knetgummi:

 evtl. mit Eisspray; besser Fachmann fragen
 

Rost, gealtertes Blut:
Tuch mit Zitronensäurelösung (1 Esslöffel auf 100ml Wasser) anfeuchten und Fleck damit vorsichtig entfernen